[+] Ice, Ice, Baby oder: Welche Temperaturen eignen sich für den Zughundesport?

Mika macht es sich im Sommer lieber im Schatten eines Marillenbaums bequem. Wenn man ihm bei mehr als 10°C Außentemperatur das Zuggeschirr zeigt, antwortet er mit erhobener Mittelkralle…

Zughundesport macht unheimlich viel Spaß. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Einsteigerkurse und Zughundezentrum wie Pilze aus dem Boden sprießen. Ich muss mich dann aber immer wieder über Angebote wundern, die den Teilnehmenden Zughundesport im Sommer näher bringen wollen. Denn der Sommer ist der denkbar ungünstigste Monat, um mit diesem tollen Sport zu beginnen. Jeder Hund überhitzt bei anstrengender Zugarbeit im Sommer. (Und das betrifft nicht nur die langhaarigen Hunde, sondern genauso kurzhaarige Hobbyzughunde wie Labradore oder Ridgebacks.)

Zughunde benötigen passende Temperaturen für ihre Arbeit. Wenn Du keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen riskieren möchtest, achtest Du als Musher/in sehr genau darauf, bei welchem Wetter Du Deine Hunde anspannst. Welche Faktoren wichtig sind, damit Deine Hunde nicht überhitzen, verrate ich Dir in diesem Beitrag.

Wie regulieren Hunde ihre Körpertemperatur?

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Hunde schwitzen nicht klassisch wie wir Menschen über die Haut. Sie transpirieren nur an über die Pfoten und ihre Zunge. Bei anstrengender Arbeit produziert der Hundekörper Wärme, die abgeführt werden muss. Je höher die Umgebungstemperaturen sind, umso schwieriger wird das. Ist die Luftfeuchtigkeit zusätzlich sehr hoch, ist es für den Hund umso schwieriger, die Wärme abzuhecheln.

Wenn die Körperkerntemperatur ansteigt, weil der Hund die produzierte Wärme nicht mehr abführen kann, ist es zum Hitzeschlag oder gar zum kompletten Kreislaufversagen nicht mehr weit.

Bei kalten Temperaturen können fast alle Hunde ihre Körpertemperatur gut regulieren.

Insbesondere leistungswillige Hunde, die besonders engagiert arbeiten sind anfällig für Hitzeschäden, da sie ihre eigenen körperlichen Belastungsgrenzen oftmals nicht kennen oder ignorieren. Aus meinem eigenen Rudel kenne ich das auch: Während Malamute Mika mir bei Außentemperaturen von 11°C freundlich die Mittelkralle zeigt, wöllten die Hounds auch bei 25°C und Sonnenschein am liebsten täglich angespannt werden.

Welche Temperaturen sind ideal?

Für einen Hochleistungssport wie das Mushen eignen sich prinzipiell kalte Temperaturen. Bei Werten unter 5°C kann man fast immer anspannen. Je nach Hund und Sportart kannst Du aber auch bei Temperaturen bis 15°C trainieren. Beim Thema Canicross scheiden sich etwas die Geister, aber auch am Bauchgurt würde ich meine Hunde nicht bei mehr als 20°C (und auch dann ausschließlich im Schatten und für kurze Strecken) ziehen lassen.

Optimal sind Temperaturen unter 10°C und eine niedrige Luftfeuchtigkeit

Unbedingte Voraussetzung bei zweistelligen Temperaturen ist, dass die Hunde vorher gut und ausreichend gewässert werden.

Achte auch auf den Untergrund

Hinzu kommt die Wahl des richtigen Untergrundes. Gerade bei Sonnenschein heizen sich Asphalt-Untergründe und Schotterpisten stark auf, sodass die Transpirationsfähigkeit der Hunde auch hier eingeschränkt wird. Heißer Asphalt kann im schlimmsten Fall zu Verbrennungen am Ballen führen. (Abgesehen davon, dass Du Asphalt aufgrund des hohen Abriebs an den Ballen sowieso vermeiden solltest…)

Wiesenwege und gewachsene Waldwege sind auch bei/nach Sonnenschein nutzbar, da sie sich nicht so stark aufheizen und weniger Wärme speichern.

Kalt, kälter, zu kalt…

Aber auch zu kalte Temperaturen sind nicht förderlich. Zwar werden die Thermometer in unserer Region nur selten unter -20°C sinken, aber das sollte – je nach Rasse – die untere Schranke der akzeptablen Temperaturen darstellen. Denn wenn es zu kalt wird, können die Hunde ihre Körperwärme auch nicht halten. Musher kurzhaariger Hunde (Hounds, Greyster u.a.)  nutzen daher bei sehr kalten Temperaturen zusätzliche Mäntel, damit die Hunde nicht frieren.

Was tun bei einem Hitzeschlag?

Wenn Dein Hund überhitzt und einen Hitzeschlag erleidet ist schnelles, umsichtiges Handeln gefordert. Zunächst muss der Hund in eine kühle, schattige Umgebung gebracht werden. Anschließend wird ihm Wasser angeboten (nicht eiskalt!), so viel er will. Aber achte darauf, dass Dein Hund nicht zu schnell trinkt. Flöße ihm auch nichts mit Zwang ein, sonst könnte Wasser in die Lunge kommen.

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