Yukon Quest: Hugh Neff protestiert gegen Rennausschluss für 2019

Hugh Neff (Bild: Frank Kovalchek, CC-BY-2.0)

Hugh Neff wird die gegen ihn ausgesprochene Sperre für den Yukon Quest 2019 anfechten. In einem Interview mit den Fairbanks Daily News-Miner bekräftigte er, dass er gegen den Ausschluss gemeinsam mit einem New Yorker Anwalt und Tierärzten aus Oklahoma Protest einlegen werde.

„Wir werden selbstverständlich Protest einlegen“, erklärte Neff im News-Miner-Interview. Ein Veterinär-Labor aus Oklahoma studiere bereits Boppys Unterlagen, so der Quest-Gewinner aus 2012 und 2016. „Sie haben bereits den Obduktionsbericht gesehen und haben erhebliche Fehler darin entdeckt. Sie denken zudem, dass hier eine Hexenjagd im Gange ist“, so Neff.

McGill: „Wir hätten auch lebenslang sperren können“

Dem widerspricht Dr. Kathleen McGill energisch. Die frühere Chef-Tierärztin des Yukon Quest, die heute dem Rennregelkomitee vorsteht, sagte: „Wir hätten ihm eine lebenslange Sperre erteilen können. Das haben wir aber nicht.“ Man wolle ihm die Chance geben, den Zustand seines Kennels zu verbessern. Wenn Neff nachweise, dass er sich besser um seine Hunde kümmert, könne er wieder am Rennen teilnehmen, so McGill.

Neff hadert zudem mit dem Rennregelkomitee. „Die meisten von denen kommen nicht einmal aus Alaska.“ Er habe zahlreiche Leute aus dem Komitee seit zwei Jahrzehnten auf nicht einer Abschlussveranstaltung gesehen. „Wer sind diese Leute und wie wurden die da rein gewählt?“ fragt Neff. McGill bestätigt, dass die Mitglieder des Komitees zwar zu großen Teilen nicht in Alaska wohnten. Sie glaubt aber nicht, dass ihr Wohnort die Fähigkeit beeinflusst, für den Yukon Quest tätig zu sein. „Die Menschen im Rennregelkomitee, einschließlich mir selbst, haben viel Erfahrung“, so McGill.

Neff glaubt nicht an den Erfolg seines Protests

Gleichwohl Neff an seinem Protest gegen die Sperre für kommendes Jahr festhalten will, ist er nicht sehr optimistisch, dass seine Strafe aufgehoben wird. „Ich werde protestieren, aber es wird nichts dabei herauskommen, weil sie sowieso tun was sie wollen“, erklärt Neff gegenüber dem News-Miner. „Ich glaube nicht, dass ich wieder am Rennen teilnehmen kann, bevor einige Leute in Rente gegangen sind oder das Rennen verlassen. Es ist eine Situation, in der die Leute mir offensichtlich nicht glauben und mich nicht um sich herum haben wollen. Deshalb haben sie diese überbordenden Sanktionen verhängt“, ist sich Neff sicher.

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