Sommerkino: 3 großartige Filme über großartige Musher

Dog Power – Canine athletes and their human teammates

„Dog Power“ ist ein beeindruckender Kurzfilm über das moderne Sprint-Mushing. Vor sechs Jahren begann der Amerikaner Kale Casey, live via Facebook von verschiedenen Schlittenhunderennen zu berichten. Inzwischen fliegt er um die halbe Welt, um Filmmaterial zu produzieren und live von den größten Schlittenhundeevents zu berichten. Zuletzt sendete er unter anderem live von der Startlinie des Iditarod und der IFSS-Weltmeisterschaft in Polen.

Der 2016 erschienene Film „Dog Power“, der über eine Kickstarter-Kampagne finanziert wurde, führt zunächst in die Dryland- und Snow-Szene ein und gibt den 1- bzw. 2-Hunde-Sportlern ebenso eine Stimme wie den bekannten Open-Mushern.  Kale Casey stellt in seinem Film die enge Bindung zwischen Hund und Mensch in den Mittelpunkt. Er erzählt seine eigene Geschichte, wie er zum Schlittenhundesport kam und ermuntert Anfänger, nicht die gleichen Fehler zu machen wie er selbst. Der Film wird immer wieder von amüsanten Anekdoten durchzogen, beispielsweise wenn Casey erklärt, dass er aus seiner Husky-Hündin Misty eine kleine Weltmeisterin formen wollte, sie aber andere Interessen verfolgte.

Kale Casey besucht in „Dog Power“ aber auch die großen Sprint-Rennen 2014/15, wie die IFSS-WM Dryland in Kanada, das Snørock in Norwegen oder die damalige Sprint- und Mitteldistanz-Weltmeisterschaft auf Schnee im Schwarzwald. Zahlreiche Interviews (u.a. mit Lena Boysen Hillestad und Taina Täres) und viele emotionale Bilder runden diesen Film ab, der 2016 auf dem Banff Film Festival seine Premiere feierte.

Sprache: Englisch
Untertitel: Englisch
Dauer: 25 Minuten

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L’Esprit du vent/Spirit of the Wind

George Attla war schon zu Lebzeiten eine Legende. Zehnmal hat er zwischen 1958 und 1982 das Fur Rondy gewonnen, acht Siege beim ONAC konnte er für sich verbuchen und beim ersten Iditarod 1973 kam er als Vierter ins Ziel.

Der Film „L’Esprit du vent“ oder „Spirit of the Wind“, 1977 in Alaska gedreht, zeichnet das Leben des Mushers nach, der mit 12 Jahren an Tuberkulose erkrankte und seither sein Knie nicht mehr beugen konnte. In den folgenden acht Jahren verbrachte Attla viel Zeit im Krankenhaus im entfernten Tanana. In seiner Freizeit entdeckte er seine Freude an Hunden, begann mit ihnen zu trainieren und baute eine einzigartige Beziehung zu ihnen auf. Er siegte schließlich im Alter von 24 Jahren als komplett Unbekannter beim Anchorage Fur Rondevouz 1958. Das war der Auftakt für eine Karriere, die bis 2011 andauern sollte. Am 15. Februar 2015 verstarb Attla 81-jährig in Anchorage.

Der Film hat gewisse Längen, ist aber mit viel Liebe zu Details gedreht worden. Allerdings führt das auch dazu, dass er teilweise schwer verständlich ist, da der Native-Dialekt… nun ja, kein Oxford-Englisch ist. Aber man kann sich da herein hören.

Sprachen: Englisch/Französisch
Untertitel: Französisch
Dauer: 100 Minuten

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The Great Alone

Ein weiterer Film über eine Legende des Schlittenhundesports ist „The Great Alone“, der die dramatische Lebensgeschichte von Lance Mackey nachzeichnet. Der Dokumentarfilm von Greg Kohs eröffnet mit dem Sieg von Vater Dick Mackey beim sechsten Iditarod 1978. Der Mitgründer des 1049-Meilen-Rennens gewann damals mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Rick Swenson – mit 14 Tagen, 18 Stunden, 52 Minuten und 24 Sekunden. Und an der Ziellinie: Lance Mackey, damals sechs Jahre alt.

„Ich wollte immer sein wie mein Dad. Ich konnte ihn nicht genug imitieren“, sagt er im Film. Wohl auch deshalb wollte er unbedingt das Iditarod gewinnen. Vielleicht auch deshalb gewann er es – wie sein Vater – bei seiner sechsten Teilnahme und – ebenfalls wie sein Vater – mit der Startnummer 13.

Greg Kohs zeichnet in „The Great Alone“ die Lebensgeschichte von Lance Mackey nach, die von familiären Zerwürfnissen, Obdachlosigkeit, Drogensucht und seinem Kampf gegen den Krebs gezeichnet wurde. Aber eben auch von seinem Comeback nach seiner Krankheit. Sein erster Sieg beim Iditarod 2007 markierte den Beginn einer Serie. Nicht nur, dass er in diesem Jahr bereits den Yukon Quest gewann, von nun an holte er viermal in Folge Gold zwischen Anchorage und Nome. Zuletzt 2010, als er das Rennen in knapp unter 9 Tagen finishte.

Kohs ist ein großartiger Film gelungen, der schon fast Hollywood-reif ist. Die Preise beim Banff Mountain und vielen weiteren amerikanischen Film Festivals sind absolut verdient.

Sprache: Englisch
Untertitel: Englisch
Dauer: 80 Minuten

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